Grazer Schlossberg

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Routenplaner

Motivbeschreibung

Der Grazer Schloßberg bildet den Kern der historischen Altstadt von Graz. Er liegt direkt am Ufer der Mur und ragt 123 m über dem Grazer Hauptplatz auf. Neben dem Uhrturm, einem der Wahrzeichen von Graz, findet man auf dem Schloßberg auch den Glockenturm, die Schloßberg-Kasematten, den 98 m tiefen Türkenbrunnen und eine Reihe kleinerer Kunstobjekte. Als Kern der Altstadt von Graz gehört er zum UNESCO-Welterbe.


Der einstigen Festungshügel ist heute ein Park. Nach unten führen die rund 260 Stufen der Schlossbergtreppe, der Kriegssteig. Oder der gläserne Lift, der im Stollensystem des Schlossbergs endet. Dieses wurde im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzkeller für die Grazer angelegt. Heute gibt es hier neben einer Märchengrottenbahn für Kinder auch den "Dom im Berg" , eine Veranstaltungs- und Ausstellungshalle mit modernsten technischen Einrichtungen - und das mitten im Felsen.


Uhrturm:
Der Grazer Uhrturm ist das 28m hohe Wahrzeichen von Graz und wurde um 1300 erbaut. Seit 1712 schlägt das Uhrwerk im Turm pünktlich die Stunden.


Ursprünglich verfügte die Uhr des Turms lediglich über einen einzigen großen Stundenzeiger pro Zifferblatt, was zur besseren Ablesbarkeit aus größerer Entfernung beitrug. Um den später installierten Minutenzeiger vom Stundenzeiger unterscheiden zu können, musste er daher kleiner gestaltet werden. Deshalb sind die vergoldeten Zeiger auch heute noch in der Größe vertauscht.
Heute sind im Turm noch drei Glocken erhalten: Die Stundenglocke ist laut ihrer Inschrift die älteste von Graz, 1382, und schlägt zu jeder vollen Stunde.
Die Feuerglocke, 1645,  warnte vor Feuern.
Die Armensünderglocke, von ca. 1450, läutete ursprünglich zu Hinrichtungen, im 19. Jahrhundert aber zur Sperrstunde, was ihr zusätzlich den Namen Lumpenglocke eintrug. 
Drei Wappen zieren die Wände des Turms.


Liesl:
Die Liesl ist ein 34 Meter hoher, achteckiger Glockenturm aus dem 16. Jahrhundert. In seinem Inneren befindet sich die drittgrößte Glocke der Steiermark,die „Liesl“.
Sie hat einen Durchmesser von knapp zwei Metern und wiegt 4632 kg. Die Glocke wird täglich um 7, 12 und 19 Uhr mit 101 Schlägen geläutet, da die Glocke des Glockenturmes aus 101 geborgenen Kanonenkugeln der Türken gegossen wurde.
Unter dem Glockenturm befindet sich ein Verlies, bekannt unter dem Namen „Bassgeige“.


Kasematten:
In den ehemaligen Burggraben wurde um 1578 das Schloßhauptmannshaus hineingebaut, dessen riesige Kellergewölbe zur Aufnahme von Vorräten bestimmt waren. 
In den Ruinen des 1809 gesprengten Gebäudes wurde die jetzige Freilichtbühne errichtet. Die mobile Überdachung wurde 1987 fertiggestellt.


Die Stallbastei
Der Bau dieser gewaltigen Bastei mit über 20 Meter hohen und bis zu 6 Meter starken Stützmauern begann 1544 und ersetzte ein an gleicher Stelle stehendes Vorwerk der mittelalterlichen Burg.
Die hölzernen Türflügel an der Südseite stammen aus dem 19. Jahrhundert. Das vorgeblendete „Ägyptische Tor“ wurde von Dr. Bonaventura Hödl um 1820 errichtet, die Pergola um 1900.
In der östlichen Basteiecke findet sich der einzige erhaltene Festungswachturm.


Herbersteingarten:
Im Jahr 1930 wurde der Herbersteingarten am Südhang des Schlossbergs vom „Kriegssteig“ aus zugänglich gemacht, und somit wurden die Hängenden Gärten von Graz dem BürgerInnen erschlossen.
Die Terrassenanlage mit ihrer mediterranen Bepflanzung zählt zu den schönsten Beispielen der Gartenarchitektur der Zwischenkriegszeit.


Schlossbergbahn:
Die Grazer Schlossbergbahn ist eine Standseilbahn, die seit 1894 auf den Grazer Schlossberg führt. Begegnung auf halber Strecke.


Die Bahn erklimmt den Schlossberg vom Kaiser-Franz-Josef-Kai an der Westseite auf einer Streckenlänge von 212 m, überwindet dabei einen Höhenunterschied von 108,95 m bei einer Steigung von 599 Promille, 61%.


Die Bahnanlage wurde im Laufe des Sommers 2004 auf den neuesten Stand der Technik gebracht.
Zentrales Element sind die ovalen Panorama-Glasdächer, die vom Fahrgast im Inneren als Rahmen wahrgenommen werden und von der Stadt her als Erkennungszeichen der Bahn zu sehen sind.


Innerhalb der Wagen ist der Raum bedingt durch die Steilheit der Strecke in drei Höhenniveaus unterteilt und bis auf Brüstungen zwischen den Niveaus völlig offen. Durch das Panorama-Glasdach eröffnet sich während des Aufstiegs zur Bergstation ein beeindruckender Ausblick auf den Westen von Graz.
Die neuen Wagen verfügen im Gegensatz zu den alten über nur einen, an der bergseitigen Front positionierten, Fahrerstand.


Schlossberglift:
Unter Ausnutzung der bereits vorhandenen Stollen wurde 2000 ein ca. 7 Meter durchmessender Schacht ausgehoben, der zentral im Fels vom Niveau des Schloßbergplatzes über 77 m hoch bis zu einem Zugang in der Nähe des Uhrturms führt.
Im Schacht befindet sich die Liftanlage für zwei separat geführte Kabinen für je maximal 15 Personen. Die Steiggeschwindigkeit der Kabinen beträgt 2,5 m/s, wodurch die Fahrt ca. 30 Sekunden dauert.


Weitere Sehenswürdigkeiten:
Große Zisterne
Major- Hackher- Löwe
Chinesischer Pavillon

Kategorien:

Infrastruktur, Architektur modern, Architektur alt, Gebäude

Details:

Veranstaltungshallen, Theater/Bühnen, Gärten/Parks, Lifte/ Seilbahnen, Altstadt, Aussichtswarten/-punkte, Gebäude innen, Gebäude außen

Themen:

Freizeit, Kultur

Weitere Informationen

Verfügbarkeit:
Ganzjährig 


Erschließung:
Strom, Wasser, WC


Parkplätze und weitere Stellflächen: 
Vorhanden

Kontakt

Motivadresse:
Kaiser Franz Josef Kai
8010 Graz

Kontaktperson:
Schlossbergbahn
Grazer Verkehrsbetriebe
Herr DI Proßnigg

Tel.: +43 (0) 316/ 887 450 oder

Herr Dir. DI Dr. Antony Scholz 
Grazer Verkehrsbetriebe

Tel.: +43 (0) 316/ 887-401

E-Mail: b.prossnigg@gstw.at

Schlossberg:
Astrid Ranftl
Graz Tourismus GmbH
Messeplatz 1/Messeturm
8010 Graz

Tel.: +43 (0) 316/8075 0
Fax +43 (0) 316/8075 55

E-Mail: info@graztourismus.at

Homepage:
www.graz.at