Schloss Piber

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Routenplaner

Motivbeschreibung

Der barocke Vierkantbau wurde zwischen 1696 und 1716 im Stile des italienischen Architekten Domenico Sciassia erbaut. Beeindruckend sind der dreigeschossige Arkadenhof, sowie die Säle im Südflügel mit ihren Stuckdecken. Durch die einmalige Akustik im Arkadenhof wird jedes Konzert zum Erlebnis.


Der Repräsentationsraum Maestoso beeindruckt durch seine aufwendigen Stuckdecken.


Beim Schloss Piber, das vormals ein Kloster des Stiftes St. Lambrecht war, wurde 1798 ein Gestüt zur Zucht von militärischen Pferden eingerichtet. Ab 1867 wird es dem K.u.k. Landwirtschaftsministerium unterstellt. Am Beginn des Ersten Weltkrieges wurde im Jahr 1915 die Zucht der Lipizzaner, die bis dahin im Gestüt Lipizza im heutigen Slowenien beheimatet war, hierher verlegt.


Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Pferde nach Hostau, dem heutigen Hostouň, in Tschechien verlegt. Nach Kriegsende bestand die Gefahr, dass die Zuchtpferde in sowjetische Hände fallen, da Hostau zwischen der amerikanischen und sowjetischen Front lag. Deshalb überzeugte der damalige Leiter des Gestüts Alois Podhajsky den amerikanische General George S. Patton durch eine Vorführung dazu, dass dieser durch eine Kampfhandlung die Sowjets zurückdrängen konnte und die Pferde zuerst nach Oberösterreich in Sicherheit bringen konnte und nicht als Kriegsbeute in sowjetische Hände fiel. Erst 1952 kehrten die Pferde nach Piber, das damals in der britischen Besatzungszone lag, zurück.


Im Jahr 2001 wurde die Spanische Hofreitschule und das Bundesgestüt Piber ausgegliedert und die Spanische Hofreitschule-Bundesgestüt Piber GöR gegründet. Der Eigentümer ist weiterhin der Bund. Das Gestüt wird zusammen mit dem Schloss Piber heute auch touristisch vermehrt vermarktet. Man kann die Trainingsstunden mit den Pferden in der Reithalle beobachten, wie man auch die Stallungen zum Teil besuchen kann.


Im Schlosshof selbst werden auf Grund der guten Akustik auch kulturelle Veranstaltungen durchgeführt. 2003 fand hier die Steirische Landesausstellung unter dem Titel "Mythos Pferd" statt. Auch ein Kutschenmuseum mit Schaustücken aus der Gründungszeit der Lippizanerzucht ist angeschlossen.


Neben dem Schloss befindet sich die romanische Pfarrkirche aus dem frühen 13. Jahrhundert.

Kategorien:

Architektur alt, Gebäude

Details:

Schlösser, Gebäude innen, Gebäude außen

Weitere Informationen

Verfügbarkeit:
Ganzjährig

Erschliessung:
Strom, Wasser, WC

Parkplätze und weitere Stellflächen:
Vorhanden

Kontakt

Motivadresse:
Piber 1
8580 Köflach

Kontaktperson:
Michaela Pfleger
Piber 1
8580 Köflach

Tel: +43 (0) 3144/ 3323 105
Fax: +43 (0) 3144/ 3323 199

Homepage:
www.piber.com

E-Mail: