Schloss Graschnitz

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Routenplaner

Motivbeschreibung

Das Schloss liegt an der Einmündung des Graschnitzgrabens in das Mürztal. Es ist heute eine große gepflegte Anlage aus dem 19. Jahrhundert. Es besteht aus dem langgestreckten Hauptgebäude und zwei rechtwinkelig anschließenden Trakten. Das Ensemble wird von einem ebenfalls im 19. Jahrhundert errichteten bergfriedartigen Turm überragt. Er erhielt erst 1917 sein heutiges Aussehen. Bei der Erbauung des Schlosses hat man die Mauerreste des bescheidenen Hofes, der einst hier stand, mitverwendet. In den Grundmauern sind sie noch zu erkennen. Von der ehemaligen Ausstattung haben sich eine schöne Renaissance-Holzvertäfelung im ehemaligen Speisezimmer und die Vertäfelung im ehemaligen Frühstückszimmer erhalten. Die bewegliche Einrichtung musste von den gegenwärtigen Besitzern neu angeschafft werden. Bemerkenswert ist die Asiatikasammlung. Von den einstigen Wehreinrichtungen wie Mauer und Graben, hat sich nichts erhalten. Hinter dem Schloss erstreckt sich ein gepflegter Landschaftspark. Er wird von zwei liegenden Steinlöwen aus dem späten 19. Jahrhundert bewacht. Neben dem Schloss wurden im 20. Jahrhundert ausgedehnte landwirtschaftliche Gebäude errichtet, die heute zum Teil als Stallungen für das Reitzentrum dienen.


Zu Beginn des 15. Jahrhunderts sank der Edelsitz zum einfachen Bauerngehöft ab. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde das Schloss Graschnitz wieder zum Adelssitz aufgewertet.


Das mittlerweile als Härtlhof bezeichnete Gut wurde 1570 von Hans Christoph von Rindschad an Wilhelm von Ratmannsdorf verkauft.


Sein typisch historistisches Aussehen erhielt das Schloss in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.


Nach dem Zweiten Weltkrieg und der für das Schloss sehr unerfreulichen Nachkriegszeit wurde das Gut 1959 für kurze Zeit an das Bundesministerium für Unterricht verpachtet, das hier eine landwirtschaftliche Schule betrieb.


Dannach stand das Gebäude weitgehend leer und mussten 1960 gründlich renoviert werden.


Gegenwärtiger Besitzer ist Christian Reichsgraf von Dücker-Plettenberg. In den ausgedehnten Stallungen und im Freigelände hat sich ein Reitclub etabliert. 

Kategorien:

Architektur alt, Gebäude

Details:

Schlösser, Gutsverwaltungen/Gestüte, Gebäude innen, Gebäude außen

Themen:

Sport, Architektur alt

Weitere Informationen

Verfügbarkeit:
Ganzjährig


Erschließung:
Strom, Wasser, WC


Parkplätze und weitere Stellflächen:
Vorhanden

Kontakt

Motivadresse:
Schlossweg 3
8641 St. Marein

Kontaktdaten:
Paul Winkelmayr
Forstverwaltung Schloss Graschnitz
8641 St. Marein

Tel.: +43 (0) 664 / 46 35 933

E-Mail: